Bei den Vorbereitungen der Turnhalle am Donnerstag und Freitag waren zahlreiche Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Oberallgäu, der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Bayerisch-Schwaben, des Technischen Hilfswerks (THW) Kempten sowie der Feuerwehr Kempten gemeinsam im Einsatz. Sie legten den Hallenboden mit Teppichen aus und bauten Betten für bis zu 150 Menschen sowie weitere Infrastruktur auf.
Als am Wochenende die ersten 80 Geflüchteten aus der Ukraine ankamen, wurden sie von den Helferinnen und Helfern des BRK Oberallgäu und der JUH freundlich empfangen, versorgt und betreut. Das Funkfahrzeug mit IT-Ausstattung der Rettungshundestaffel in Waltenhofen übernahm die Eingangsregistrierung der Ankommenden. „Diese Registrierung mit Suchdienstkarten kann bei späteren Familienzusammenführungen von großer Wichtigkeit sein“, erklärt Matthias Straub. Neben der Aufnahme aller relevanter Daten führten die Mitarbeiter des BRK-Fahrdienstes Covid-Tests durch. Für die sanitätsdienstliche Betreuung der Menschen standen ehrenamtliche Rotkreuzler der Bereitschaften bereit. Von Seiten der Stadt Kempten wurden Übersetzer organisiert und gestellt.
„Die Helfer der BRK-Bereitschaft Kempten übernahmen darüber hinaus sowohl die Essenausgabe als auch die Organisation der notwendigen Betreuungsmaterialen wie beispielsweise Zahnpasta, Duschgel, Windeln, Säuglings- und Kindernahrung und dergleichen“, so Matthias Straub weiter. Der Kemptener Kleiderladen des BRK stellte aus seinem Fundus Kleidung für die Neuankömmlinge zur Verfügung. Wie viele Menschen aus der Ukraine in den nächsten Tagen und Wochen nach Kempten kommen werden und wie lange sie bleiben, ist derzeit nicht absehbar. „Aber wir sind bestens vorbereitet“, so Straub.